Der Amalienpark    
     
Das Gelände des heutigen Amalienparks wurde 1895 vom Königlichen Geheimen Baurat Otto March und anderen erworben. Er leitete die architektonische Planung des Wohnparks. Otto March wollte beispielhaft zeigen, wie man sich vom "üblen Stil düsterer und unschöner Mietskasernen" lösen kann. Er orientierte sich in seiner Gesamtkonzeption am englischen Landhausbau. Die Wohnanlage wurde nach der Preußischen Prinzessin Amalie, der Schwester Friedrich des Grossen, benannt. Kennzeichnend für die Architektur ist die harmonische Verbindung von neun Doppelhäusern, die sich um eine grüne Mittelinsel gruppieren. Bereits zur Bauzeit war die gesamte Anlage von mächtigen Baumkronen überschattet, deren Dichte bis heute zugenommen hat. Die einzelnen Grundstücke und Häuser strahlen eine schlichte Vornehmheit aus und bestechen durch eine differenzierte Gestaltung der Eingangsbereiche. Die Loggien gehören zu den wesentlichen Gestaltungsmerkmalen der Anlage. Die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung erwarb seit 1992 fast die gesamte Wohnanlage. Sie ließ die Häuser mit den großzügig geschnittenen Wohnungen sanieren und restaurieren. Das Wohnhaus Amalienpark 4, das im 2. Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel, wurde im Jahre 2000 vollständig aufgebaut. Seither ist der Amalienpark in seiner ursprünglichen Architektur wieder hergestellt. Heute werden die Souterrain- und Erdgeschoßräume am Amalienpark gewerblich genutzt. Hier befinden sich Arztpraxen, kleine Ladengeschäfte und Büroräume. 1997 wurde eine Galerie gegründet und immer mehr Künstler arbeiten hier in ihren Ateliers und Werkstätten. Der Literaturverlag (JanusPress) ist angeschlossen.  
    Galerie Breite Str.2a
Kunstwerkstatt Amalienpatk 4